Die Sommerferien in Hessen haben begonnen. Tausende Schüler im Kreis Waldeck-Frankenberg haben sechs Wochen Ferien vor sich.
Wenn die Sommerferien beginnen bedeutet dies auch, dass hunderte Absolventen sich auf ihr Studium oder die beginnende Ausbildung freuen. Ein neuer Lebensabschnitt, voller Spannung und neuer Erfahrungen.
Manch einer der Absolventen weiß jetzt noch nicht so genau was er machen möchte, Studium, Ausbildung oder Auslanderfahrung sammeln? Für alle die, die nicht so recht wissen in welche Richtung sie ihre Zukunft lenken möchten und erst in 2018 richtig durchstarten wollen ist die Zeitarbeit das richtige Mittel. Hier kann man erste Erfahrungen in der Berufswelt sammeln, verschiedene Tätigkeitsfelder kennenlernen, seinen Lebenslauf auf hübschen und natürlich Geld verdienen.

„Ob kurzfristig für 6-8 Wochen, oder längere Einsätze, bis zum nächsten Ausbildungsstart. In den letzten Jahren haben wir immer wieder Schulabgänger eingestellt und durchweg gute Erfahrungen gemacht. Wir unterstützen Sie gerne dabei, fit für den Job zu werden und freuen uns über jede Bewerbung“, sagt Karola Ulrich, Betriebsleiterin KBM Personal + Service.

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Rückwirkend zum 1. April tritt die neue, sechste Lohnerhöhungsstufe in Kraft. Für Zeitarbeitnehmer galten bisher fünf Stufen im Branchenzuschlagstarifvertrag.
Dies bedeutet ab Januar 2018 gibt es sechs statt fünf Lohnstufen.

Nach 15 Monaten ununterbrochenen Einsatz bekommen Zeitarbeitskräfte einen Zuschlag von 65% auf den iGZ-DGB-Grundlohn. Damit sind sie den Stammbeschäftigten finanziell gelichgestellt. Die sechste Erhöhungsstufe erfüllt die Anforderungen des neuen Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes. Diese sagt dass nach 15 Monaten eine gleichwertige Bezahlung zu Stammbeschäftigten geleistet werden muss.

Übergangsregelung:
Der neue Branchenzuschlagstarifvertrag für die Metall- und Elektroindustrie gilt rückwirkend ab dem 1. April 2017. Die vorherigen Einsatzzeiten zählen für die Berechnung der Einsatzdauer mit. Die Tarifvertragsparteien haben eine Übergangsregelung vereinbart, nach der die neue Zuschlagsstufe frühestens ab dem 1. Januar 2018 gilt.

Lohnstufen:



Weitere Branchen:
Die Sozialpartner werden in den kommenden Wochen Verhandlungen für weitere Branchenzuschlagstarifverträge aufnehmen


Werben Sie Mitarbeiter für uns, es lohnt sich!

Nähere Infos: PDF-Download


Zum aktuellen Thema in der Politik: Schlechte Bezahlung und schlechte Bedingungen für Zeitarbeitnehmer hier ein paar Fakten:

Zeitarbeitslöhne –Veränderung 2010 bis 2016


Die Zeitarbeitslöhne haben sich in den Jahren zwischen 2010 und 2016 stetig erhöht.
In der Entgeltgruppe  eins (Produktionshelfer, die eine betriebliche Einarbeitung voraussetzen) z.B. ist der Lohn im Westen,  in diesen Jahren um satte 22% gestiegen. Im Osten sind es sogar 32,4%. Wir reden von 9,23€/Std.

Vergleichstabelle: (Auszug WSI TARIFARCHIV, Mindestlöhne in Deutschland)
Die Stundenlöhnge der jeweiligen Branchen in Klammern:
Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau (8,60€)
Fleischindustrie (8,75 €)
Allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn (8,84 €)
Abfallwirtschaft (9,10 €)
Leiharbeit/Zeitarbeit (9,23 €)
Pflegebranche (10,20 €)
Elektrohandwerk (10,65 €)
Gerüstbauhandwerk (10,70 €)


Der gesetzliche Mindestlohn liegt seit 01.01.2017 bei 8,84€/Std., und damit unter dem tariflichen Lohn der untersten Entgeltgruppe der Zeitarbeitsbranche.

Zum 01.10.2019 steigen die Zeitarbeitslöhne auf 9,96€ (Entgeltgruppe I). Dies ist im Westen ein Anstieg um 34%. Die Zeitarbeitslöhne im Osten steigen am 01.10.2019 auf 9,66€ (Entgeltgruppe I). Das bedeutet dass der Stundenlohn im Osten in neun Jahren einen riesen Sprung gemacht hat. Hier beträgt die Steigerung für den Zeitraum 2010 bis 2019 immerhin 50.5%.  Im Jahr 2021 werden die Löhne Ost und West angeglichen. In keiner anderen Branche sind in den letzten Jahren die Löhne derart angestiegen.

Zu den Bedingungen gibt es nur einen Satz: Leiharbeiter haben die gleichen Rechte und Pflichten wie jeder Arbeitnehmer sonst in Deutschland.

Die Zeitarbeit hat immer wieder bewiesen, dass sie Gruppen mit nur wenigen Chancen im Berufsleben integrieren kann. 2016 waren 50% der Zeitarbeitskräfte bis zu einem Jahr ohne Arbeit und 18% sogar länger als ein Jahr arbeitslos, oder noch nie vorher beschäftigt.
Hier hat die Zeitarbeit einmal mehr unter Beweis gestellt, welch wichtiges Instrument sie für die Arbeitsmarktintegration ist.


Im Jahr 2016 wurde die 1 Million Grenze überschritten. Genauer gesagt im Juni vergangenen Jahres.
Das zeigt, dass Unternehmen vermehrt auf Leiharbeitskräfte setzen.

Dies bedeutet ein Plus von 45.000 zum Vorjahr. Dies belegt die Analyse der Bundesagentur für Arbeit. Damit befindet sich die Zeitarbeit auf einem Rekordhoch. Wie sich die Entwicklung fortführt bleibt abzuwarten. Denn wie schon berichtet tritt ab 01.04.2017 das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz in Kraft.

In vielen Beiträgen aus Funk und Fernsehen wird über einen der wichtigsten Wirtschaftszweige in Deutschland gesprochen, denn die Zeitarbeit ist flexibel und reagiert in kürzester Zeit. Um Auftragsspitzen ab zu federn, Ausfälle zu kompensieren oder langfristige Krankheitsausfälle auszugleichen.


Fragen und Antworten zum neuen Arbeitnehmerüberlassungsgesetz

Der Gesetzgeber hat beschlossen, dass sich bei der Zeitarbeit Einiges ändern soll. So dürfen Mitarbeiter in der Zeitarbeit demnächst nicht mehr unbegrenzt an denselben Kunden überlassen werden. Es wird also eine sogenannten Überlassungshöchstdauer eingeführt. Außerdem wird es zukünftig einen Anspruch darauf geben, ab dem 10. Einsatzmonat so bezahlt zu werden, wie ein vergleichbarer Mitarbeiter im Kundenbetrieb (sogenanntes Equal Pay).

Nachfolgend sollen die wichtigsten Fragen, die sich aus Arbeitnehmersicht stellen, beantwortet werden.

Wie lange darf ein Zeitarbeitnehmer künftig an denselben Kunden überlassen werden?
Es wird eine gesetzliche Überlassungshöchstdauer von 18 Monaten eingeführt. Das heißt, dass der Mitarbeiter nicht länger als 18 Monate bei einem Kunden eingesetzt werden darf. Wurde er bereits von einem anderen Zeitarbeitsunternehmen an denselben Kunden überlassen, werden diese Einsatzzeiten angerechnet. War der Mitarbeiter länger als drei Monate nicht beim selben Kunden eingesetzt, werden die Einsatzzeiten neu gezählt. Die 18-Monats-Frist wird frühestens Ende September 2018 erreich. So lange ist kein Einsatz hiervon betroffen.

Gibt es Ausnahmen von der 18-Monats-Frist?
Ja. Arbeitgeber und Gewerkschaften können für unterschiedliche Branchen längere Einsatzdauern vereinbaren. In welchen Branchen oder welchen Einsatzbetrieben das der Fall ist, kann das Zeitarbeitsunternehmen beantworten.

Darf der Mitarbeiter über die Überlassungshöchstdauer hinaus bei dem Kunden eingesetzt werden, wenn er das selber wünscht?
Nein, eine längere Überlassung ist auch dann nicht möglich.

Was bedeutet der Anspruch auf gleiche Bezahlung ab dem 10. Einsatzmonat?
Wenn der Zeitarbeitnehmer schon heute einen Einsatz hat, bei dem er Branchenzuschläge erhält, wird sich für diesen Mitarbeiter nicht viel ändern. Er erhält weiterhin schon nach vier bzw. sechs Wochen mehr Geld – und nicht, wie das neue Gesetz es vorsieht, erst ab dem 10. Monat, weil Branchenzuschlagstarife auch weiterhin ihre Gültigkeit behalten. Wurde der Mitarbeiter bereits von einem anderen Zeitarbeitsunternehmen an denselben Kunden überlassen, werden diese Einsatzzeiten angerechnet. War der Mitarbeiter länger als drei Monate nicht beim selben Kunden eingesetzt, werden die Einsatzzeiten neu gezählt.
Ist der Mitarbeiter in einem Einsatz, für den es keinen Branchenzuschlag gibt, erhält er ab dem 10. Einsatzmonat so viel Arbeitsentgelt wie ein Mitarbeiter im Kundenunternehmen, der mit ihm vergleichbar ist. Dieser Fall wird frühestens 9 Monate nach Inkrafttreten des AÜG am 01.04.2017 eintreten. Sollte der vergleichbare Mitarbeiter beim Kunden weniger verdienen als der Zeitarbeitnehmer, erhält letzterer natürlich sein höheres Gehalt weiter.

Quelle: iGZ


Ende letzten Jahres konnten sich die Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit (VGZ) und die DGB-Gewerkschaften auf einen neuen Tarifabschluss einigen.

Bei der schrittweisen Erhöhung bis 2019, werden in der ersten Stufe, zum 01.03.2017 die Löhne-West um 2,5% steigen.

Des Weiteren werden 1. April 2018, 1. April 2019 und zum 1. Oktober 2019 die Löhne in der Zeitarbeitsbranche steigen. Dies gab die IGZ auf Ihrer Internetseite bekannt. Der Tarifvertrag läuft bis Ende 2019 und damit 36 Monate. Die Angleichung der Entgeltgruppen Ost/West ist 2021 vereinbart worden.

Thomas Bäumer, Vizepräsident des Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) und Verhandlungsführer der VGZ, erklärte: „Es waren harte Verhandlungen. Um einen Tarifabschluss herbeizuführen, sind die Arbeitgeber bis an die Belastungsgrenze der Unternehmen gegangen.

„Durch den langfristigen Tarifvertrag haben wir und auch unsere Kundenunternehmen Planungssicherheit. Wir hoffen, dass die Kundenunternehmen die tarifliche Änderung mittragen werden. In der Vergangenheit konnten wir uns da auf unsere Partner immer verlassen“ sagte Horst Briel Geschäftsführer KBM Personal + Service.


Ihr Ruf ist nicht der beste – tatsächlich aber bietet sie Vorteile für alle Beteiligten: Die Zeitarbeit ist aus vielen Branchen nicht mehr wegzudenken. Wie sonst könnten Betriebe Auftragsspitzen bewältigen, flexibel reagieren, Engpässe überbrücken? Arbeitnehmern wiederum bietet Zeitarbeit die Chance auf ein festes Beschäftigungsverhältnis.

Fakt ist: Mit mehr als 870.000 Beschäftigten  spielt die Zeitarbeit in der deutschen Wirtschaft eine wichtige Rolle, immerhin 2,5 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse sind mittlerweile Zeitarbeitsverträge. Das bedeutet: Die Mitarbeiter sind bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt, erhalten dort ihr Gehalt und sind sozialversichert – werden aber nach Bedarf in verschiedenen Betrieben eingesetzt.

Flexibilität für Unternehmen
Diese Unternehmen haben den großen Vorteil, dass sie mit Zeitarbeitern Auftragsspitzen in der Produktion auffangen können. Die zusätzlichen Arbeitskräfte ermöglichen es ihnen, Aufträge auch dann kurzfristig anzunehmen, wenn die Bewältigung mit der eigenen Belegschaft nicht möglich wäre. So kann das Unternehmen mit Unterstützung von Zeitarbeitern mehr Kundenwünsche befriedigen um flexibel zu bleiben. Zudem bietet Zeitarbeit die Möglichkeit, Arbeitnehmer ohne langfristige Verpflichtungen kennenzulernen und bei gegenseitigem Interesse später fest zu übernehmen.

Chancen für Arbeitnehmer
Und auch für die Beschäftigten bietet die Zeitarbeit Vorteile. Viele von ihnen kommen aus der Arbeitslosigkeit – Zeitarbeitsfirmen ermöglichen ihnen einen Einstieg oder eine Rückkehr in die Arbeitswelt, häufig zunächst im Helferbereich. Die Beschäftigten bekommen ein festes Gehalt und werden sozialversichert. Zudem bedeutet der Einsatz in verschiedenen Unternehmen die Chance, Berufserfahrung zu sammeln, unterschiedliche Betriebe und Abteilungen kennenzulernen. So können vor allem auch Berufsanfänger innerhalb von kurzer Zeit viel Erfahrung sammeln. Und nicht selten ergibt sich aus Zeitarbeitsverhältnissen eine langfristige Zusammenarbeit: Wenn die temporären Arbeitskräfte gut in ein Unternehmen passen, können sie ganz als Beschäftigte übernommen werden.
Zeitarbeit bietet also für alle Seiten Vorteile – und schafft und sichert zudem Arbeitsplätze: Wenn Unternehmen nicht die Möglichkeit hätten, Zeitarbeiter gerade im Helferbereich einzusetzen, würden manche ihre Arbeitsplätze womöglich ganz ins Ausland verlagern.  

Quelle: iGZ